Von Projekten, Schiffli, Variabilität und SCRUM Meistern

Aus dem CAS Innovation Management der HWZ berichten Janine Pelli und René Albert.

Jeder von uns war bereits in schlechten Projekten involviert und hat negative Erfahrungen gemacht. Trotzdem versuchen wir immer wieder neue grosse Projekte mit derselben erfolgsbefreiten Vorgehensweise – dem klassischen Projektmanagement – zu bewältigen. Das Resultat ist meist unbefriedigend und frustrierend. Alle arbeiten wie die Wilden und erhalten am Ende keine befriedigenden Ergebnisse.

Wie kann das sein?

Hierzu zählen Gründe wie fehlendes Committment der Geschäftsleitung, fehlende Ressourcen, unklare Rahmenbedingungen, zu grosse Projekte. Aber auch die Flusseffizienz hat einen entscheidenden Einfluss auf das Gelingen.

Anhand einer einfachen Simulation mit Papierschiffchen falten, kann simpel veranschaulicht werden, dass die gesamte Wertschöpfungskette verantwortlich ist für das Resultat. Es liegt nicht an einzelnen Personen, sondern an der gesamtheitlichen Verantwortung, ob das Projekt scheitert oder zum Erfolg führt.

Im Video ist sehr gut zu sehen, dass die Arbeit weitergereicht wird – also PUSH. So entstehen Flaschenhälse. Die Produktion stockt.

Mit einer PULL-Methodik und einer niedrigen Work in Prozess (WIP) Limite kann viel mehr erreicht werden. Daraus folgt; weniger Hektik, bessere Resultate, weniger Auslastung und Ressourcen werden teilweise frei. Leider aber wird oft in der Arbeitswelt der Fokus nicht auf die Flusseffizienz, sondern auf die Ressourceneffizienz gelegt, was sogar kontraproduktiv für das Resultat sein kann (Modig & Ahlstrom, 2017, S. 73).

Das mit den Schifflis hat doch mehr mit Lean Management zu tun als mit Innovation Management?

Gemäss Martin Kägi gibt es keine Innovation, keine neuen Ideen ohne Variabilität. Bevor Innovation entstehen kann, muss demnach die Auslastung im Team verringert werden. Die nachfolgende Grafik veranschaulicht dies deutlich.

Damit aber das Team nicht gleich wieder überlastet wird, muss dafür gesorgt werden, dass nur so viele Arbeitseinheiten in das System gegeben werden, damit die Flusseffizienz nicht darunter leidet; sprich den WIP so tief halten wie möglich.

Dazu eignet sich zum Beispiel Scrum. Dies ist eine Vorgehensmethode, welche aus der Softwareentwicklung stammt. Wir verweisen hierzu auf den „Srcum Guide“ von Ken Schwaber und Jeff Sutherland. Darin wird genau beschrieben, welche Spielregeln zu beachten sind und welche Rollen welche Aufgaben haben.

Wir wünschen viel Freude und Gelingen beim effizienten Schiffbau.

Photo by Ben Harritt on Unsplash

Schreiben Sie einen Kommentar

Required fields are marked *.