5 Dinge, die erfolgreiche Innovatoren auszeichnen (Nr. 3 hat uns überrascht!)

Aus dem CAS Innovation Management der HWZ berichten Rebecca Dijk und Sergio Belfanti.

Ob iPad, Tesla oder Glühbirne – grosse Innovationen sind oftmals von einer mythischen Aura umgeben. Doch der Schein trügt: Nachfolgend fünf Eigenschaften, die erfolgreichen Innovatoren zugeschrieben werden, aber einer näheren Betrachtung nicht standhalten können.

  1. Sie waren nicht die Ersten mit einer grandiosen Idee

Wer entwickelte den ersten MP3-Musikspieler oder das erste Smartphone? Natürlich Apple! Falsch. Beides hat der Technologiegigant von anderen abgeschaut. Selbst ein Tablet namens Newton gab es schon mehr als zehn Jahre vor dem iPad. Trotzdem gilt Apple als das innovative Unternehmen schlechthin.

Zum gesunden Geschäftserfolg gehört nicht nur, das Rad neu zu erfinden. Insbesondere, wenn es vielleicht bereits schon vorhanden ist. Erfolgreiche Innovatoren entwickeln oftmals eine bessere oder billigere Version von etwas, das schon da war.

Thomas Edison formuliert treffend: „Ich bin ein Schwamm, denn ich sauge Ideen auf und mache sie nutzbar. Die meisten meiner Ideen gehören ursprünglich anderen Leuten, die sich halt nicht mehr die Mühe gemacht haben, sie weiterzuentwickeln.“

  1. Sie waren mehr als nur kreativ

Eine Idee wird erst dann zur Innovation, wenn sie in eine nützliche Leistung umgewandelt wird und mit ihr eine Gewinnerzielung möglich ist – also, wenn daraus ein marktfähiges Produkt entsteht. Und dafür braucht es harte Arbeit.

So gilt beispielsweise die Erfindung der Glühbirne bis heute als bahnbrechende Innovation. Aus heutiger Sicht scheint es, Edison habe ein Geistesblitz getroffen, der die Welt auf einen Schlag ein gutes Stück besser gemacht hat. Edison behauptete aber stets, dass Innovation aus einem Prozent Inspiration und 99 Prozent harter Arbeit besteht. Er selbst war der lebendige Beweis dafür: Nur dank seiner unermüdlichen, fast besessenen Suche nach dem richtigen Material, schaffte er es, die Glühbirne zu einem innovativen und kommerziellen Produkt zu entwickeln.

  1. Basis ihrer Innovationen war keine neue Technologie

Viele denken, dass Apple mit dem iPod den kompakten MP3-Player erfunden hat. Das stimmt nur bedingt: Als der iPod auf den Markt kam, gab es bereits eine überschaubare Anzahl an MP3-fähigen Endgeräten. Das innovative am iPod nicht die Technologie an sich, sondern die Zugänglichkeit, Benutzerfreundlichkeit und die Begehrenswertigkeit des Produkts.

Eine Innovation ist also nicht per se eine technologische Revolution, sondern das stetige Verbessern eines Produkts, bis es den Nerv der Zeit trifft und sich die breite Masse genug dafür interessiert.

  1. Nicht das Geld führte zum Erfolg

 Sondern der eiserne Wille. Als Apple den ersten Personal Computer – den Apple I – auf den Markt brachte, war es noch nicht das milliardenschwere Imperium von heute. Jobs und seine zwei Kollegen Wozniak und Wayne hatten ihren Firmensitz in der Garage von Jobs’ Eltern, ein Startkapital von 1’300 Dollar und bauten die PCs selber von Hand zusammen. 200 Mal verkaufte sich dieses Produkt. Es war also ein langer Weg von der Gründung bis zum eigentlichen Erfolg von Apple. Doch Dank Jobs’ Visionen und die Fähigkeit, nie aufzugeben, hat es Apple bis nach oben geschafft.

  1. Innovatoren sind nicht in der F&E-Abteilung angestellt

Innovation ist nicht nur der F&E-Abteilung vorbehalten. Ein Blick auf bekannte Crowdsourcing-Plattformen zeigt, dass einige revolutionäre Ideen der letzten Jahre von Innovatoren stammen, die ihre Ideen nicht in teuren F&E-Laboren entwerfen, sondern von findigen Personen, die Alltagsprobleme lösen. So wurde beispielsweise aus dem lästigen, immer wiederkehrenden Kauf von schwarzen Socken das erfolgreiche Unternehmen Blacksocks und aus dem Ärger über stumpfe Rasierklingen entstand der millionenschwere Dollar Shave Club.

Photo by Lance Grandahl on Unsplash

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