Vorbild :: Startup

Aus dem CAS Innovation Management der HWZ berichten Roger Wondrusch und Oliver Ruoss.

Jung, dynamisch, chaotisch, verspielt – alles passiert ein bisschen zufällig. Startup Unternehmen werden regelmässig von grossen Unternehmen belächelt. Allerdings können wir sehr viel von Startups lernen. Denn genau diese Eigenschaften sind für die Innovationskraft von Unternehmen und dessen Erfolg besonders wichtig. In den meisten Firmen besteht die Meinung, dass die Innovation mit einem grossen Einsatz von Ressourcen einhergeht. Je grösser die Ressourcen sind und  je länger geforscht wird umso besser wird das Produkt am Ende sein. Erst beim Release zeigt sich aber, wie gut das Produkt auf dem Markt funktioniert. Hier kann es grosse Überraschungen geben. Was stimmt nicht mit dem Produkt, muss es noch weiter verbessert werden?So gut das Produkt am Ende auch sein mag, der Kunde entscheidet letztlich ob er das Produkt auch kaufen möchte. In diesem Fall hat das Unternehmen die Rechnung möglicherweise ohne den Kunden gemacht. Welches Kundenproblem lösen wir mit unserem Produkt? Hat der Kunde wirklich einen Mehrwert, wenn er das Produkt kauft? Oder wurde einfach ein Produkt gemacht, weil wir es können und hoffen, dass es der Kunde kauft.

fail fast and cheap :: hört sich übel an…

Ein Startup hat normalerweise gar nicht die Möglichkeit für eine lange Produktentwicklungsphase. Sie sind gezwungen, das Produkt bereits in einer sehr früher Entwicklungsphase auf den Markt zu bringen, um damit Geld zu verdienen. Mit dem Lean Startup Ansatz „Bauen-Testen-Lernen“ wird ein Prozess institutionalisiert, um das Produkt laufen aufgrund des erlernten weiter zu entwickeln aber auch um zu skalieren.

Get out of the building :: was soll das bringen?

Die Idee die dahinter steckt, ist dass die Fakten, die am meisten benötigt werden, um ein neues Produkt zu entwickeln, nicht im eigenen Unternehmen (Gebäude) vorhanden sind. Die Ingenieure und Entwickler verfügen nicht über all das Wissen was Sie benötigen. Schliesslich sind Sie Produzenten und nicht die Benutzer des Produkts.

Daher helfen die Kundeninteraktionen und Feedbacks beim Testen um die erstellten Hypothesen in einem formalen Prozess zu prüfen.

Minimum Viable Product :: was ist denn das?

Das sogenannte MVP ist das Produkt welches mit möglichst wenig Aufwand den grössten Lernerfolg auf dem Markt erzielt. Es ist darauf ausgelegt, an eine kleine Käuferschaft zu gelangen, um das Angebot aus einzelnen Reaktionen zu prüfen und die Hypothesen zu validieren. Beim MVP muss allen klar sein, dass es sich nicht um ein fertiges voll funktionsfähiges Produkte handelt, nur so kann daraus etwas gelernt werden. Entscheidend ist, dass die Feebacks schnell, kontinuierliche und direkt in die Entwicklung miteinfliessen.

Business Model :: wer kauft denn sowas?

Beim Lean Canvas ist die Lösung nicht das Produkt, sondern das Business Model ist das Produkt. Dabei ist zu beachten, dass Personen nicht einfach Produkte kaufen, sondern eine Lösung für Ihr Problem suchen. Die Ausgangspunkte beim Lean Canvas bilden so die Kundensegmente, im spezifischen werden dabei auch die die Early Adopter eruiert, sowie die Top 3 Probleme der Kunden und wie Sie diese heute lösen. Um ein Gefühl zu erhalten, wo sich der Erfolg des Business Model verbirgt, geht es darum sich Gedanke zu machen zu Marktgrösse des Kundensegmentes, der Alleinstellung und Schützbarkeit des Angebots, welche Schlüsselaktivitäten uns direkte Feedbacks geben und was für Margen wir erzielen können. Damit haben wir eine klare Übersicht über unser Business Modell – Das eigentliche Produkt, das der Kunde kauft ist das Wertversprechen und den Mehrwert, den er mit dem Kauf bekommt.

Photo by Daria Nepriakhina on Unsplash

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