Publikumsjoker

Aus dem CAS Innovation Management der HWZ berichtet Bruno Benker.

Welcher Joker bei „Wer wird Millionär“ hat die höchste Erfolgsquote? Gemäss einer Studie handelt es sich um den Publikumsjoker. Die Frage wird an eine Menge ausgelagert, hier das Publikum, in welcher mehr Wissen vorhanden ist als beim Kandidaten. In der Fachsprache spricht man von Crowdsourcing, welches am Freitagmorgen unser Thema im CAS Innovation Management war.  Beim  Crowdsourcing nützt man die Kraft der Masse um eine Task zu lösen. Radiostationen beispielsweise kommunizieren jede halbe Stunde die Staumeldungen. Damit sie nicht bei jeder Strasse einen Beobachter platzieren müssen, bitten sie die Hörer, Staus zu melden. Der Begriff Crodwsourcing wurde 2006 erstmals in einem Artikel des US-amerikanischen Journalisten Jeff Howe erwähnt und setzt sich aus den Wörter Crowd  = Menschenmenge und Sourcing = Beschaffung zusammen. Die Bezeichnung lehnt sich an den Begriff Outsourcing, unter welchem die Auslagerung von Unternehmensaufgaben an ein Drittunternehmen verstanden wird. Was unterscheidet Crowdsoucsing von Outsourcing? Bei Outsourcing gibt man den Task einer definierten Personengruppe weiter und bezahlt diese. Bei Crowdsourcing wird die Aufgabe an ein unbekannten Publikum ausgelagert, welches nicht direkt finanziell entschädigt wird. Die Mitglieder der Crowd sehnen sich viel mehr nach fulfillment, fun, fame und fortune.

Unternehmen nützen Crowdsourcing immer häufiger bei der Produktentwicklung. Die besten Ideen entstehen oft aus mehreren guten Ideen und je früher man Kunden involviert, desto geringer ist das Flop-Risiko. So hat Migros 2014 über Social-Media Kanäle eine Idee für ein neues Fertiggericht wie die Raviolibüchse gesucht. Entstanden ist die Döner-Büx, welche nach einer Woche restlos ausverkauft war.

In den letzten Jahren sind diverse Unternehmen entstanden, welche sich eine Crowd aufgebaut haben und diese nun Unternehmen anbieten. Die Unternehmen lassen sich grob in die Aufgabenfelder Informationen, Bewertungen, Geld, Ideen, Design, Rechenleistungen und Arbeit einordnen.

Photo by Yolanda Sun on Unsplash

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