Just PROTOTYPE it

Aus dem CAS Innovation Management der HWZ berichten Monica Monsch und Tanja Hegi.

Freitagmorgen, halb neun im Zürcher Kreis 5 – Ideation Space der Witzig – the office company AG. Dieser Tag steht ganz im Zeichen des „Design Thinking“.

«Cool», «wow – lueg dä Werkbank – erinnert mi grad ha Werkunterricht“ oder auch «lässig, würd grad am Liebschte loslege mit baschtle». Viele solcher Wortfetzen sind von den eintreffenden Studenten zu hören. Kurzum wird gestartet: Einführung mit Hinweis, dass alles was im Ideation Space vorliegt, genutzt und verwendet werden kann und schon legen wir los, obwohl wir noch keine Ahnung über das Ziel haben.

Vier Gruppen erarbeiten in der Folge unter detaillierter Anleitung und Angaben des Design Thinking Prozess. Angefangen wird mit einem Austausch zum Thema nachhaltigem Verhalten im Bezug auf Lebensmittel oder Kleidung. Danach entsteht eine eine Empathie-Map, eine Stakeholder-Map und die Formulierung einer Challenge. Nach entsprechender Vorarbeit in der Problemdefinition entsteht in nur 30 Minuten ein valabler Prototyp, der im Plenum in zwei Iterationen präsentiert wird. Man ist so in die einzelnen Zwischenschritte vertieft, dass man gar nicht merkt, wie schnell und bald ein konkreter Lösungsvorschlag entsteht.

Die Qualität der in kurzer Zeit entstehenden Prototypen ist eindrücklich.

Raum für Ideen

Ideen brauchen Zeit, nicht viel, nicht wenig sondern so viel wie im Design Thinking Modell vorgesehen ist. Der Weg ist strikt Vorgegeben, damit sich der Inhalt voll entfalten kann.

Ideen brauchen aber auch Raum: einen Brutkasten, der die Kreativität anregt. In diesem Fall ist es der Ideation Space der Witzig – the office company. Eine spannende Mischung aus Bastelkeller und Kindergarten. Ein lichtdurchflutetes, organisiertes Chaos mit unzähligen Werkzeugen und Farben, die einem ein Gefühl von Freiheit und Zeitlosigkeit vermitteln. Spiel, Spass und Spannung meets ernsthafte Innovationsarbeit.

Möglichlist viele Sinne sollen aktiviert werden. Hemmschwellen und Hierarchie-Denken verfliegen im Nu. Raus aus dem Tagesgeschäft – nicht nur geistig, auch physisch. Dann plötzlich fällt es leichter, Neues auszuprobieren, sich offen auszutauschen und gemeinsam die Weiterentwicklung voranzutreiben.

Design Thinking wird in einem ideenfördernden Raum und in interdisziplinären Teams nochmals um ein Vielfaches verstärkt. Und dabei lebt Design Thinking nicht von der Idee selbst, sondern vielmehr vom Prozess, welcher die Idee für Innovationen gezielt herbei führen kann.

So nehmen wir aus diesem spannenden Tag nicht nur ein neues Innovations-Modell mit sondern die ganze Erfahrung und Emotion, die in der praktischen Arbeit entstanden ist. Und auch wenn wir im Alltag vielleicht nicht immer einen Bastelraum für unsere Ideation-Prozesse zur Verfügung haben, so sind wir dazu animiert, die nächste Ideenfindung mal mit ein paar aussergewöhnlichen Utensilien anzugehen.

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