Erfolg durch „Trial and Error“

Aus dem CAS Innovation Management der HWZ berichten Rafael Seiler und Alfonso Orlando.

Der Begriff Lean Innovation sowie Startup werden oft in Zusammenhang gebracht. Wie stehen Lean Innovation und Startups zueinander und wie können die einen von den anderen profitieren?

Eric Ries definiert ein Startup wie folgt: «A Startup is a human institution designed to create a new product or service under conditions of extreme uncertainty.”

Der Name Startup wird oftmals mit den folgenden Begriffen assoziiert:

  • junges Unternehmen
  • kleine Firma mit grossem Potential
  • Innovative Idee – neue Geschäftsmodelle
  • Strukturen / Regeln «fehlen»
  • Learning by doing – «Fuck-up Night»

Lean Innovation bedient sich der Methoden und Denkhaltungen der Lean Startup Bewegung und transformiert dies auf Innovationsvorhaben in bestehenden Unternehmungen (Quelle Kägi Buch S. 95).

Startups existieren, um zu lernen wie ein nachhaltiges Geschäft gebaut wird. Die klassische Businessplanung findet in der Startup Szene (fast) keine Anwendung. Startups orientieren sich am Experimentieren mit dem Ziel zu lernen und neue Erkenntnisse zu gewinnen. Beim Experimentieren steht somit nicht primär der Erfolg im Vordergrund. Das Experimentieren ist auch auf ein nicht Startup Unternehmen anwendbar, sofern man gewillt und fähig ist, sich von «alten» Denkmustern (Businessplanung) zu lösen. Hierfür braucht es jedoch einen Kulturwandel.

Alex Osterwalder geht in seinem zweiten Buch auf die wesentlichen Unterschiede einer Businessplanung vs. dem Experimentieren ein. Folgend sind einige erwähnt:

Letztendlich werden Innovationen nur Erfolg haben, wenn Sie Wert generieren. Daher ist das testen von Prototypen unabdingbar. Prototypen testet man idealerweise bei den «Early Adapters». Diese frühzeitigen Anwender sind richtungsweisend, denn wenn ein Produkt bei dieser Gruppe keine Anwendung findet, dann wird es auch bei der Mehrheit (nach Rogers 1962) nicht funktionieren. Fehler werden von den «Early Adapters» eher toleriert und geben uns gleichzeitig die Chance, unser Produkt bis zur Marktreife weiterzuentwickeln, damit auch bei der Mehrheit der Anwender einen Wert generiert werden kann. Die grösste Verschwendung sind Produkte und Dienstleistungen welche niemand will.

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