CANVAS kann was…

Aus dem CAS Innovation Management der HWZ berichtet Reto Conzett.

Nachdem wir den Vormittag bei einer sehr inspirierenden Präsentation, wie Innovation Management in einem Weltkonzern aussehen kann, teilnehmen durften, beschäftigten wir uns wieder mit der Theorie.

Bereits in der Einführung zum Thema Innovation Management wurde uns das Business Model CANVAS von Alex Osterwalder (rot) vorgestellt. Dieses Model wurde durch Ash Maurya zu Lean CANVAS adaptiert (blau). Diese kleinen, aber feinen Unterschiede sollen helfen die Innovation noch schlanker zu halten.

Dies sollten wir gleich an einer selbst entwickelten Idee ausprobieren und festhalten. Damit wir in der kurz gefassten Zeit möglichst effektiv vorankommen, sollten wir nicht einfach wild durcheinander die Felder bearbeiten, sondern einer Struktur folgen:

  • Key Metrics: welche Schlüssel-Aktivitäten wollen wir messen?
    Diese sind für die iterative Entwicklung der Idee und dem darauf angewandte Lean CANVAS zwingend zu definieren und das Model daran zu testen.
  • Unfair Advantage: Wie können wir unsere Idee schützen? Was trägt dazu bei, dass unsere Idee nicht einfach kopiert werden kann?
  • Customer Segments: Wer sind unsere Kunden? Wie gross ist der Markt?
  • Cost vs. Revenue: Wie können wir unsere Kosten decken und einen Gewinn erzielen?
    Eine gute Kostenstruktur soll nicht zu tieferen Verkaufspreisen führen, denn die Marge soll möglichst gross gehalten werden.

Mit diesen Informationen soll es möglich sein ein erstes Model, einen Prototypen zu entwickeln, damit wir erste Rückmeldungen durch Kunden mit hoher Vertrauensbasis erhalten oder kleine Marktumfragen ausarbeiten können. Diese ersten Rückschlüsse auf unser Model müssen wir messbar auf unsere Key Metrics übertragen. Sind die Resultate positiv, können weitere Felder im Model gefüllt werden. Andernfalls müssen wir uns die Frage stellen, wo hatten wir falsche Annahmen, wo können Anpassungen vorgenommen werden.

So bekommt unser Business Modell Schritt für Schritt und wir entwickeln nahe am Kunden ein innovatives Produkt oder eine innovative Dienstleistung.

Aber ganz wichtig:

Die Lösung (Solution) ist nicht das Produkt; Das ganze Business Model ist das Produkt!

 

Photo by William Felker on Unsplash

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